Zwischen Melancholie und Aufbruch

Zwischen Melancholie und Aufbruch: Der Literaturkurs IGD24 auf den Spuren von Modersohn-Becker und Munch
Was passiert, wenn die Sprache der Literatur auf die Wucht der Malerei trifft? Dieser Frage ging der Literaturkurs IGD24 am 31.03.2026 nach. Ziel war das Dresdner Albertinum, das mit der Sonderausstellung zu Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch zwei Giganten der frühen Moderne gegenüberstellt.
Die Ausstellung im Albertinum ist mehr als eine reine Werkschau; sie ist ein visuelles Gespräch. Auf der einen Seite Paula Modersohn-Becker, die mit ihren erdigen Tönen und der fast radikalen Einfachheit die menschliche Existenz – oft in Form von Müttern und Kindern – einfing. Auf der anderen Seite Edvard Munch, dessen Pinselstriche vor psychischer Anspannung und existenziellem Schmerz fast zu vibrieren scheinen.
Für den Literaturkurs war besonders spannend zu sehen, wie beide Künstler versuchten, das Unaussprechliche darzustellen. Während wir im Unterricht mit Metaphern und Rhythmik arbeiten, nutzen Modersohn-Becker und Munch Farbe und Form, um tiefste Emotionen wie Einsamkeit, Liebe und Vergänglichkeit auszudrücken.
Während des Rundgangs vertieften sich die Schülerinnen und Schüler in ausgewählte Exponate. Besonders die Parallelen in der Motivwahl fielen auf. Der Ausflug war eine beeindruckende Erinnerung daran, dass Kunstgattungen nicht isoliert existieren. Modersohn-Becker und Munch haben uns gezeigt, dass es für die großen Fragen des Lebens viele Sprachen gibt – die des Pinsels und die der Feder.
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Quelle: https://bszet.de/mitteilung/Zwischen_Melancholie_und_Aufbruch




