Schulgeschichte

Schulgeschichte

Mit Beginn des Schuljahres 1992/93 wurde das Berufliche Schulzentrum für Elektrotechnik Dresden, Königsbrücker Landstraße 152, mit den Außenstellen Meißner Straße 15, Meschwitzstraße 26 und Terrassenufer 15 gegründet. Es ging hervor aus den Gewerblichen Berufsschulen für Elektrotechnik I, II und III, welche mit Einführung des Berufsbildungsgesetzes der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1990 aus 4 ehemaligen Betriebsberufsschulen entstanden. Auf Grund der räumlichen Zersplitterung auf 4 Standorte, hoher Mietkosten sowie auslaufender Mietverträge wurde ursprünglich ein Schulneubau für das BSZ Elektrotechnik in Betracht gezogen.
1994 ergab sich jedoch die Möglichkeit, das Gebäude der ehemaligen Fachschule für Verkehrstechnik an der HfV "Friedrich List" Dresden, Strehlener Platz 2, und späteren Fachschule für Technik und Betriebswirtschaft in Trägerschaft der Stadt Dresden zu übernehmen und für die Aufnahme der vier Schulteile des BSZ für ET zu rekonstruieren. Nach einem entsprechenden Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 16. Dezember 1993 begannen sofort die umfangreichen Planungsarbeiten und im Mai 1995 die ersten Baumaßnahmen. Bereits mit Beginn des Schuljahres 1996/97 konnte in Teilen des Hauptgebäudes im B-Flügel der Unterricht für alle Klassen der Berufsschule und der Fachschule wieder aufgenommen werden. Dies war verbunden mit der Auflösung von drei Außenstellen.
Im Juni 1997 wurde auch der A-Flügel fertiggestellt und Voraussetzungen für den Unterrichtsbeginn des Beruflichen Gymnasiums und der Fachoberschule mit Schließung der Außenstelle Terrassenufer 15 geschaffen. Am Ende der umfassenden Rekonstruktion steht ein Bauvolumen von über 18 Millionen Mark zu Buche, finanziert aus Fördermitteln des Freistaates Sachsen und einem hohen Eigenanteil der Landeshauptstadt Dresden. Als Ergebnis dieser Investitionen erleben wir heute ein nach denkmalspflegerischen Gesichtspunkten rekonstruiertes ehrwürdiges Schulgebäude mit modernstem Innenleben. Die großzügige Architektur der 50er Jahre ergibt in Verbindung mit moderner Beleuchtungstechnik breite und helle Flure, Treppenhäuser und Unterrichtsräume. Ein Leitrechner steuert und überwacht die neuen Heizungs-, Lüftungs- und Elektroanlagen und bietet zukunftsweisende Möglichkeiten der Energieeinsparung in einem Schulgebäude - z. B. Heizung gemäß Stundenplan.
Bei der Erneuerung der ca. 3000 m² Dachfläche in Naturschiefer gelang die Einbindung einer Photovoltaikanlage für Unterrichtszwecke, die mit Spendengeldern der Dresdner Elektrizitäts- und Fernwärme GmbH sowie Fördermitteln des Freistaates Sachsen errichtet wurde. Auch im Außengelände wurden Baumaßnahmen durchgeführt. So entstanden über 40 zusätzliche Parkplätze, ein Pausenbereich und ein behindertengerechter Zugang zum Schulgebäude. Dadurch erhalten auch die körperbehinderten Schüler die Möglichkeit, integriert mit anderen Jugendlichen die modernen Ausstattungen dieser Schule für Ihre Ausbildung zu nutzen. Der überwiegende Teil der Einrichtungen für den Experimentierunterricht konnte seit 1990 bis zum Einzug in das gemeinsame Haus mit einem Kostenaufwand von 2,4 Mio. DM neu beschafft werden. Diese Ausstattungen erlauben es, einen modernen Unterricht mit einer Vielzahl von Veranschaulichungen, von Experimenten und Laborübungen zu gestalten. Dazu stehen den gegenwärtig mehr als 2400 Schülern am BSZ Elektrotechnik 33 Theorieräume, 2 Physiksäle, 1 Chemiesaal, 12 Laborräume für Elektrotechnik und 12 Laborräume für Computeranwendungen zur Verfügung. Diese Computerkabinette im Zuge der Rekonstruktion des Gebäudes durch ein modern strukturiertes Datennetz über Lichtwellenleiterkabel verbunden. Dadurch kann jeder Schüler und Lehrer auf Software und Daten von jedem PC des Hauses zugreifen. Ein im Jahr 2009 neu geschaffenes Verwaltungsnetz entspricht dem aktuellen Datenschutz.
Nach dem im Jahr 1997 abgeschlossenen Umzug aller Schulteile in das sanierte Lehrgebäude am Strehlener Platz zeigen sich deutlich die Vorteile eines gemeinsamen Hauses. Teure Speziallabore für Elektrotechnik, Physik, Chemie und Technik können durch alle Schüler genutzt werden. Fahrzeiten zu einem anderen Schulstandort, aber auch notwendige Doppelinvestitionen entfallen dadurch. In den oberen drei Etagen findet der Berufsschulunterricht für Elektroberufe, Mechatroniker, Mikrotechnologen und IT-Berufe statt.
In mehr als 60 Klassen erhalten etwa 1700 Auszubildende und Lehrlinge, welche überwiegend aus Dresden, aber auch aus dem gesamten Freistaat Sachsen stammen, im Blockunterricht ihre theoretische Ausbildung. Die Fachschule mit den Fachrichtungen Elektrotechnik, Maschinentechnik und Mechatronik bildet künftige "Staatlich geprüfte Techniker" aus. Die 600 Voll- und Teilzeitschüler/-innen absolvieren eine zweijährige bzw. vierjährige Ausbildung. Die Unterrichtsräume in der 1. Etage werden durch umfangreiche Laborräume im Nebengebäude ergänzt. Das Berufliche Gymnasium mit mehr als 200 Schülern verfügt im Erdgeschoss über größtenteils neu eingerichtete Kabinette und Fachunterrichtsräume.
Das BSZ für Elektrotechnik Dresden zählt damit zu einem der größten Beruflichen Schulzentren im Regierungsbezirk Dresden und bietet mit seinen materiell-technischen und personellen Voraussetzungen die Gewähr für eine moderne Ausbildung sowie gute Lernbedingungen.