Ausbildungsorganisation

Ausbildungsorganisation der Fachschule

Individuelle Vorbereitung einer Ausbildung an der Fachschule für Technik

Fachschülerinnen und Fachschüler haben insbesondere in der Anfangszeit der Fachschulausbildung immer wieder Probleme, die aus unzureichenden mathematisch-physikalischen Fertigkeiten resultieren. Das betrifft nicht nur den unmittelbaren Mathematik- und Physikunterricht, sondern auch viele andere technische und wirtschaftliche Fächer bzw. Lernfelder, in denen diverse Berechnungen zur Tagesordnung gehören. Zugelassene Fachschulbewerber/-innen, die sich auf die bevorstehende Ausbildung vorbereiten wollen, sollten deshalb insbesondere ihre mathematischen Vorkenntnisse reaktivieren und gegebenenfalls vervollständigen. Themengebiete sind die Inhalte des Mathematikunterrichts an Mittel- bzw. Oberschulen bis inklusive Klasse 10.
Zukünftige Fachschüler/-innen sollten auch über IT-Grundkenntnisse verfügen. Das betrifft den Umgang mit aktuellen Betriebssystemen sowie aktueller Office-Software, d. h. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationssoftware sowie auch Datenbanksysteme. Die Lehrpläne der Fachschule gehen von entsprechenden Vorkenntnissen aus.
Vom oft nachgefragten Vorabkauf von Fachbüchern und Lernmitteln inklusive Taschenrechnern wird eher abgeraten. In der Regel sind solche Dinge einerseits in kurzer Zeit problemlos beschaffbar. Andererseits setzen die Lehrkräfte an der Fachschule für ihren Unterricht Schwerpunkte, sodass häufig ein Fachbuch nicht vollständig behandelt wird, sondern nur Teile aus ihm. Auch werden die Empfehlungen für den an der Fachschule zu verwendenden Taschenrechner jährlich aktualisiert.
Die aktuellen Übersichten benötigter Arbeitsmittel und Fachliteratur sind im Internet unter den einzelnen Fachrichtungen der Fachschule aufrufbar.

Ausbildung in Vollzeit- oder Teilzeitform

Die Ausbildung an den Fachschulen für Technik zum/zur Staatlich geprüften Techniker/-in erfolgt in zweijähriger Vollzeit- oder vierjähriger berufsbegleitender Teilzeitform. Das erste Schuljahr baut fachrichtungsbezogene Grundlagen für das zweite Schuljahr auf. Im zweiten Schuljahr werden das fachspezifische Wissen und die Handlungskompetenz vorangetrieben. Dazu ist im Verlauf des ersten Schuljahres ein Schwerpunkt zu wählen.
Die Ausbildung beginnt jeweils mit dem staatlichen Schuljahr in Sachsen. In der Teilzeitform verteilen sich die Unterrichtsstunden eines Schuljahrs jeweils auf zwei Schuljahre. Der Unterricht findet dann montags, mittwochs und freitags jeweils von 17:00 bis 20:15 Uhr statt. Aller 14 Tage wird der Freitag durch den Sonnabend ersetzt. An diesem Tage erstreckt sich der Unterricht von 08:00 bis 14:45 Uhr.
Die Ferienregelung richtet sich nach den allgemeinbildenden Schulen im Freistaat Sachsen. In den Ferien findet sowohl in der Vollzeit- als auch in der Teilzeitform kein Unterricht statt. Diese Zeit nutzen Fachschüler/-innen im zweiten Ausbildungsjahr oft zur Bearbeitung ihrer Facharbeit.

Aufruf der Blockplanung mit Unterrichtstagen und Schuljahresablauf


Versetzung

Der Wechsel vom ersten in das zweite Ausbildungsjahr in der Vollzeitausbildung bzw. vom zweiten in das dritte Ausbildungsjahr in der Teilzeitausbildung erfolgt ohne Prüfungen. Die Fachschüler/-innen müssen lediglich die Versetzungsbestimmungen erfüllen, insofern unter den vollständigen Zensuren auf dem Jahreszeugnis höchstens einmal die Note 5 (mangelhaft) und keine Note 6 (ungenügend) vertreten sein darf. Ausführliche Details sind in der sächsischen Fachschulordnung nachlesbar.

Abschlussprüfungen

Die Zulassung zur Abschlussprüfung am Ende der Fachschulausbildung ist an die gleichen Bedingungen gebunden, wie auch die Versetzung vom ersten in das zweite Ausbildungsjahr bei der Vollzeitausbildung. In den vollständigen Vornoten vor den Prüfungen darf also höchstens eine Note 5 (mangelhaft) und keine Note 6 (ungenügend) auftauchen. Schriftliche Prüfungen finden in vier Fächern statt, die von der jeweiligen Fachrichtung abhängen. Maximal eine mündliche Prüfung ist nur dann möglich, wenn sich in einem Prüfungsfach zwischen Vornote und schriftlicher Prüfungsnote der Durchschnitt n,5 ergibt und die Prüfungsnote die schlechtere Note ist. Weitere mündliche Prüfungen sind - abgesehen von der Verteidigung der Facharbeit der Fachschulausbildung - nicht vorgesehen. Ausführliche Details sind auch hierfür in der sächsischen Fachschulordnung nachlesbar.

Ende der Ausbildung

Abgeschlossen wird die Fachschulausbildung mit der feierlichen Übergabe der Abschlusszeugnisse am letzten Schultag des jeweiligen Schuljahres im Freistaat Sachsen.

Zusätzliche Abschlüsse

Zusätzlich zur Ausbildung zur/zum Staatlich geprüften Techniker/-in werden kostenpflichtige REFA-Weiterbildungskurse verschiedener Themen angeboten, die mit einer Prüfung enden. Die Teilnehmer/-innen an diesen Kursen erhalten bei erfolgreichem Bestehen der Prüfung ein REFA-Zertifikat.